2007

Nachruf

Am 09. Juli, um 02.00 Uhr ist Winfried Reinhardt, ein langjähriger und lieber Freund unserer Familie gestorben.

Er war gerade auch in meinem Leben ein besonderer Mensch. Mit ihm konnte man Freude, Lachen aber auch Dinge teilen, die bedrückten.
Ob in der Ziegenzucht oder beim Aufbau einer Schafherde, er hatte immer einen Rat und eine helfende Hand für mich.
Später hatten wir viel Freude an der gemeinsamen Hütearbeit mit Border Collies. Sein Rat und seine ruhige, gelassene Art werden mir in der Arbeit sehr fehlen.

Es war ein besonderes Glück für mich ihn gekannt zu haben. Im Rückblick ist die Zeit, die wir zusammen verbringen durften viel zu kurz, auch wenn es insgesamt viele Jahre waren.
Ich werde Win vermissen und ihm immer einen Platz in meinem Herzen erhalten.


1.Juli : 
Danke, Gitte, für deinen Tip! Heute haben wir für Karin eine nette, kleine Kurzhaarhündin aus Kotulla-Linie gefunden. Sie ist 6 Monate alt und hat sehr viel "will to please". Karin, alles Gute, ich helfe dir gerne auf deinem Weg, einen guten H
ütehund für eure Schafe zu bekommen !
 
23.Juni: ???????? ist  vorbestellt und wird hoffentlich  am 27./28.Juli geboren. Nach langem Warten auf einen anderen Welpen, den ich nicht mehr möchte, jetzt eine kleine Hündin für mich. Ich freue mich drauf!

8.Mai: Habe Bod nach 3 Monaten Training zu Reiner gebracht. Der Abschied fiel mir nicht leicht, habe die Ruhe in der Ausbildung dieses Rüden sehr genossen.  Er ist ein lieber, leichtführiger  Hund mit viel sheepsense geworden.

17. Mai : Vorweg: Vielen Dank an die vielen Helfer, ohne euch wären wir nie in einem Tag fertig geworden !


Alle Jahre wieder: Schafe scheren

Einmal im Jahr muss es einfach sein! Pünktlich zum Sommerbeginn muss die Wolle runter. Bei uns war es am Himmelfahrtstag soweit. Bei angenehmen Temperaturen mit zwar manchmal etwas viel Wind machten wir uns an die Arbeit. Auf unserem Hof hatten sich Freunde, Bekannte und Kolleginnen mit Mann und Kindern eingefunden um tatkräftig mit anzupacken. Zu aller erst mussten die Schnuckenmuttern dran glauben. Doch bevor es soweit war zogen wir mit Kind und Hund raus auf die einen Kilometer entfernte Koppel, um die Tiere zum Scheren in den Stall zu bringen.

Für Luna war es ein leichtes Spiel, die Schnucken zum Gatter am Ende der Koppel zu holen. Von dort aus ging es dann über die Straße rüber zum Hof. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, denn wie in jedem Jahr hatten wir auch diesmal mit ignoranten Autofahrern zu tun, die unbedingt an den Schafen vorbei mussten und wenig bis kein Verständnis zeigten für ein Leben und die Tiere auf den Land. Hoffen wir, dass ihnen beim Genuss der nächsten Lammkeule einfällt, dass Lämmer nicht beim Schlachter geboren werden......

Endlich am Stall angekommen, machten wir uns sogleich an die Arbeit. Und wenn man so viel Hilfe hat und die Tiere schon einmal mehr oder weniger still halten mussten, wurde auch gleich die Klauenpflege mit erledigt. Es ist doch immer wieder erstaunlich, welch dicker Pelz sich in einem Jahr an den Tieren ansammelt.. Doch mit Tatendrang und einer guten Schermaschine war die Wolle in windeseile runter. Und wie dünn sie doch plötzlich wieder waren. Nach kurzer Zeit waren alle Schnucken von ihrem Pelz befreit und wir konnten erstmal eine kräftige Suppe genießen ( die Dietmar wieder einmal mit viel Liebe kredenzt hatte (Anmerkung von Gabi ) ).

Doch noch war die Arbeit längst nicht getan. Auf zwei Koppeln warteten noch weitere Schafe, die von ihrem Fell befreit werden wollten. Naja, zugegeben, ganz freiwillig wollten sie das ja nicht, gewehrt haben sie sich und ehe man sich versah hatte man plötzlich auch mal einen - manchmal nicht schmerzlosen - Tritt bekommen. Doch mit kräftigen Händen konnte man auch dieses händeln. Lustig war es dabei schon auszusehen, wie sich drei ausgewachsene Männer und zwei Frauen mit fünf kräftigen Dorpernschafen in einer nicht allzu großen Gitterbox abmühten.

Am Ende eines langen Tages waren alle Tiere geschoren und ein ziemlicher Berg Wolle stand für den Biogarten Nahe zur Abholung bereit. Der Abend wurde dann noch würdig mit einem guten Bier und einem leckeren Abendbrot zum Abschluß gebracht.

Dann bis zum nächsten Einsatz in einem Jahr

Dietmar